Strecke

Durch Kooperation und Vernetzung hat die Freiberger Eisenbahn GmbH im Zugverkehr zwischen Freiberg und Holzhau eine neue Qualität geschaffen. Nutznießer sind Schüler, Berufspendler und Touristen, welche die Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH (FEG) Tag für Tag auf der 31 km langen Freiberger Muldentalbahn befördert.

Im April 2000 erhielt Rhenus Keolis (Heute: Rhenus Veniro) vom Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen den Zuschlag für den Betrieb der Erzgebirgsstrecke bis zum Jahr 2019. Als Betreiber wurde die Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH gegründet, an der Rhenus Veniro die Mehrheit hält.

Infraktruktur

Räumfahrzeug
Räumfahrzeug

Beim Betrieb der Infrastruktur setzt Rhenus Veniro auf die Partnerschaft mit der RP Eisenbahn GmbH. Das deutschlandweit tätige Unternehmen hat die Strecke von der DB Netz AG langfristig gepachtet. Vor Beginn des Fahrbetriebs im November 2000 wurde die stark reparaturbedürftige Strecke komplett saniert. Im Zuge der Sanierung konnte eine zeitgemäße und attraktive Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreicht werden, dadurch hat sich die Fahrzeit für 31 km auf 40 Minuten verkürzt.

Geschichte

Die Bahnstrecke wurde zwischen 1873 und 1884/85 in mehreren Abschnitten eröffnet:
  • 1872: erster Spatenstich
  • 1873: Abschnitt Nossen – Freiberg
  • 1875: Abschnitt Freiberg – Mulda
  • 1885: Die Strecke wird bis in das böhmische Moldau verlängert. Hauptzweck der Bahnverbindung war neben der Personenbeförderung der Transport böhmischer Braunkohle in die erzverarbeitenden Betriebe in Freiberg. In den folgenden Jahren waren täglich ca. 10 Kohlezüge mit bis zu 45 Waggons neben den Personenzügen unterwegs.
  • 1945/46: Noch in den letzten Kriegstagen des 2. Weltkriegs wurde der Lichtenberger Viadukt über das Muldental gesprengt. Im Juni 1945 war er behelfsmäßig wieder befahrbar. 1946 wurde das 2. Gleis zwischen Freiberg und Lichtenberg als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgebaut.
  • 1951: Rückbau der Gleise auf diesem Stück Rehefeld und Moldau.
  • 1972: Stilllegung und danach Rückbau des Streckenabschnittes Rehefeld – Holzhau.
  • 2000: Sanierung des Streckenabschnittes Freiberg – Holzhau durch die RP Eisenbahn GmbH
  • November 2000: Wiederinbetriebnahme durch die Freiberger Eisenbahn